Geschichte des Zirkus (Teil1)

Wie der Zirkus entstand

sch200203010392-009.jpgIn der Mitte des 18. Jahrhundert begann in England sich der klassische Zirkus  zu entwickeln.  Damals gab es noch keine Zirkzuszelte im heutigen Sinne, sondern es war meistens eine bretterumzäunte Fläche die nicht bedacht war. Man konnte die damals so genannten Kunstreitgesellschaften bewundern die kunstvolle Akrobatik auf den Rücken der Pferde machten. Dazu war es hilfreich in einer runden Form (Manege) zu reiten, da es durch die Zentrifugalkraft den Reiter erleichtert auf dem Pferd zu bleiben. Die Riding School von Astley erwarb sich ein Gelände um 1769 an der Westminster Bridge. Für die Zuschauer wurde ein Dach gebaut und er erweiterte seine Truppe mit mehr Reiter, Akrobaten und auch einem Clown. Ein Jahr später führte er ein Programm ein das regelmäßig wiederholt wurde. Hinzu kamen immer mehr Künste, wie z.B. das chinesische Schattentheater und das Ballet. In London wird in einem Haus ca um 1778/79 seine Programme aufgeführt und entwickelt sich zu einem festen Bestandteil des Kulturprogramms in der Stadt. Ein weiteres Haus wird in Paris 1782 eröffnet.  Astley, der den Begriff Zirkus nicht akzeptierte und ihn bis an sein Lebensende versuchte ihn zu bekämpfen, wollte den Leuten ein leicht verständliches mit wenigen Worten Aufführungen zeigen die noch stark an Theater erinnerten. So entwickelte er Pantomine (das Hippodrama) dass eine Aufführung mit Pferden zeigen sollte. Vor allem wurden Schlachten dargestellt, wie z.B. der Sturm auf die Bastille, was auch einen regen Zuspruch in der Bevölkerung fand.

Der Begriff Zirkus setzt sich durch

zirkus.jpgDer Begriff Zirkus setzte sich in Frankreich durch. Insbesondere bei Antoine Franconi, der zum Cirque Olympique angehörte. Er wollte weg vom Theater die noch unter Astley erkennbar war und änderte den Inhalt seiner Programme.Unterstützt wurde er von Napoleon der ein Dekret im Jahre 1806 herausgab, in dem verboten wurde, dass Kuriositäten, Raritäten und ähnlich es, nicht mehr als Theater vorgeführt werden durfte. Auch wurde die Pantomine verstärkt eingebracht. Sie wurde mit kostbaren Kostüme und aufwändige Bühnenbilder mit bis zu 600 Statisten besser zur Geltung gebracht. Vorallem wurden die Schlachten und Taten von Napoleon gerne vorgeführt.Darunter litten aber wiederum andere Programme die immer mehr in den Hintergund traten wie die Pferdevorführungen. Durch die Pantomine wurde auch zum erstenmal dressierte Löwen ins Programm mit eingebaut und es war ein durchschlagender Erfolg, der den Weg für weitere Tierdressuren ebnen soll.